Fahrzeugengpass im Ostsachsennetz

In unseren Zügen stehen aktuell zeitweise weniger Sitzplätze zur Verfügung als gewohnt. Das hat folgenden Grund: Im Ostsachsennetz stehen 28 Triebwagen zur Verfügung, davon sind vier als Reserve eingeplant. Durch Hauptuntersuchungen und Schäden an mehreren Fahrzeugen gleichzeitig ist diese Reserve jedoch aufgebraucht. Das bedeutet: Schon kleinere Störungen können sich auf den Betrieb auswirken.

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Wir arbeiten an Lösungen

Entlastungskonzept für den trilex im Ostsachsennetz: 

  • Der ZVVO finanziert gemeinsam mit der Länderbahn für den trilex ein Entlastungskonzept, welches ab 7. September 2026 wirksam wird.
  • Unterstützung kommt von der ODEG, die dem trilex vier Stadler GTW-Triebwagen bis zunächst Ende 2026 zur Miete zur Verfügung stellt.
  • Die Fahrzeuge können aufgrund von Baustellensituationen im ODEG-Netz beim trilex eingesetzt werden.
  • Die Stadler GTW ersetzen einige Zugfahrten der Desiros. Es kommen drei GTW im Betrieb zum Einsatz, ein weiterer steht als Reservefahrzeug zur Verfügung.
  • Ziel des Konzepts ist eine spürbare Entlastung der angespannten Fahrzeug- und Kapazitätssituation im Ostsachsennetz.

Weitere Informationen zum Fahrplan sowie zum Fahrzeug folgen.

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Keine Fahrradmitnahme

Bis auf Weiteres ist die Fahrradmitnahme in allen Zügen (Desiros sowie GTW) montags bis freitags aufgrund der hohen Auslastung zwischen 6:00 und 9:00 Uhr sowie zwischen 15:00 und 18:00 Uhr im Abschnitt Dresden Hauptbahnhof ↔ Bischofswerda ausgeschlossen.

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Tipps zum rücksichtsvollen Reisen
  • Im Zug bitte durchtreten
  • Türen und, soweit es geht, Gänge freihalten
  • Keine Plätze mit Gepäck blockieren, sondern Gepäckablagen nutzen
  • Großes Gepäck auf mehrere Handgepäcksstücke aufteilen 

Einsatz der GTW-Fahrzeuge als RE 1

Die GTW-Fahrzeuge ergänzen die bestehende Desiro-Flotte des trilex. Dadurch stehen insgesamt mehr Fahrzeuge für den Betrieb zur Verfügung und die verfügbaren Kapazitäten können im gesamten Netz besser verteilt werden.

Welche Vorteile hat das für alle Fahrgäste?
Durch den Einsatz der GTW-Fahrzeuge vergrößert sich der verfügbare Fahrzeugpool. Dadurch können zusätzliche Verbindungen angeboten und an anderen Stellen im trilex-Netz mehr Kapazitäten bereitgestellt werden.

Auf welcher Strecke verkehren die GTW-Fahrzeuge?
Die Fahrzeuge verkehren montags bis freitags als RE1 zwischen Görlitz und Bischofswerda. Zusätzlich werden einzelne durchgehende Fahrten zwischen Görlitz und Dresden Hauptbahnhof angeboten.

Welche Verbindungen werden voraussichtlich mit GTW-Fahrzeugen bedient?

Görlitz ↔ Dresden 

  • 06:49 Uhr Görlitz → Dresden Hbf (Ankunft 08:17 Uhr)
  • 15:25 Uhr* Dresden Hbf → Görlitz (Ankunft 16:51 Uhr)

Görlitz → Bischofswerda

  •  09:10 Uhr
  • 11:10 Uhr
  • 13:10 Uhr
  • 15:10 Uhr*
  • 17:10 Uhr
  • 19:10 Uhr*

Bischofswerda → Görlitz

  • 10:07 Uhr
  • 12:07 Uhr
  • 14:07 Uhr*
  • 18:07 Uhr*
  • 20:07 Uhr

Mit * gekennzeichnete Fahrten verkehren voraussichtlich ab Oktober ab beziehungsweise bis Zgorzelec.  
Änderungen sind möglich.

Können sich die Fahrzeiten ändern?
Ja. Fahrplanänderungen sind jederzeit möglich.

Warum gelten die Fahrzeiten zunächst nur vorübergehend?
Ab Anfang Oktober beginnen umfangreiche Bauarbeiten im Streckennetz. Dadurch werden Anpassungen am Fahrplankonzept erforderlich sein.

Wie sind die GTW-Fahrzeuge aufgebaut?
Die GTW-Fahrzeuge bestehen aus drei Fahrzeugteilen mit einem mittig angeordneten Antriebsmodul. Dieses ist begehbar, sodass Fahrgäste das Fahrzeug von einem Ende zum anderen durchqueren können. Der Antrieb erfolgt diesel-elektrisch: Ein Dieselmotor erzeugt über einen Generator den Strom für den Fahrbetrieb.

Wie viele Sitzplätze bieten die GTW-Fahrzeuge?
Ein GTW-Fahrzeug verfügt über rund 100 Sitzplätze, davon mehr als 20 Klappsitze. Damit stehen etwas weniger Sitzplätze zur Verfügung als in den derzeit eingesetzten Desiro-Fahrzeugen mit rund 120 Sitzplätzen. Durch großzügige Mehrzweckbereiche gibt es jedoch zusätzliche Stehplatzkapazitäten.

Welche Ausstattung bieten die GTW-Fahrzeuge?
Die Fahrzeuge sind klimatisiert und verfügen über eine Toilette. WLAN ist nicht vorhanden. Das Fahrgastinformationssystem wird im Ostsachsennetz nicht in vollem Umfang verfügbar sein.

Wie erfolgt der Einstieg in die GTW-Fahrzeuge?
Je nach Bahnsteighöhe erfolgt der Einstieg über einen automatisch ausfahrenden Schiebetritt. Dieser unterstützt einen möglichst niveaugleichen und sicheren Ein- und Ausstieg.

Sind die GTW-Fahrzeuge barrierefrei?
Nein, da die Einstiegshöhe etwa 78 cm beträgt. Zusätzlich wird ein Schiebetritt auf 61 cm Höhe ausgefahren, um den Höhenunterschied zum Bahnsteig möglichst gering zu halten. Für mobilitätseingeschränkte Reisende steht eine Rampe zur Verfügung. 

Was bedeutet das für Reisende mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Mobilitätseinschränkungen?
Der Einstieg ist nicht so komfortabel wie bei den eingesetzten Desiro-Fahrzeugen. Reisenden mit Rollstuhl, Kinderwagen oder eingeschränkter Mobilität empfehlen wir daher, bei der Reiseplanung nach Möglichkeit auf andere Verbindungen auszuweichen.

Darf ich mein Fahrrad im GTW mitnehmen?
Nur teilweise: 
Ja, auf dem Abschnitt zwischen Bischofswerda und Görlitz ist die Fahrradmitnahme grundsätzlich möglich, sofern ausreichend Platz vorhanden ist. Die Mitnahme erfolgt abhängig von der aktuellen Auslastung des Zuges.
Nein, auf dem Abschnitt zwischen Bischofswerda und Dresden ist die Fahrradmitnahme im GTW nicht möglich, da die Fahrzeuge dort innerhalb der Sperrzeit für die Fahrradmitnahme verkehren.

Häufige Fragen zur aktuellen Situation

Warum fehlen beim trilex Triebwagen?

Im Ostsachsennetz stehen insgesamt 28 Triebwagen bereit, von denen vier als Reserve vorgesehen sind. Aufgrund laufender planmäßiger Hauptuntersuchungen, bei denen zeitgleich zwei Fahrzeuge über einen längeren Zeitraum in der Werkstatt gebunden sind, sowie infolge technischer Schäden an einzelnen Triebwagen ist die verfügbare Fahrzeugflotte deutlich reduziert. Die vorgesehene Reserve ist vollständig ausgeschöpft, sodass bereits geringfügige technische Störungen zu Unterbrechungen im Betriebsablauf führen können.

Warum fahren gerade im Berufsverkehr oft kurze Züge?

Unter der Woche muss die höchste Zahl an Fahrzeuge eingesetzt werden, um den Fahrplan sicherzustellen. Dadurch entstehen bei Fahrzeugmangel sofort spürbare Folgen durch Zugfahrten mit zu wenigen Fahrzeugen.

Am Wochenende ist das Fahrplanangebot geringer als an Werktagen. Dadurch werden weniger Fahrzeuge benötigt und es können häufiger Züge mit voller Platzkapazität eingesetzt werden.

Wichtig ist uns dabei: Wir möchten Berufspendlerinnen und Berufspendler nicht benachteiligen. Die Zuglängen ergeben sich aus der verfügbaren Fahrzeugflotte und dem höheren Fahrzeugbedarf an Werktagen. Am Wochenende können die freiwerdenden Fahrzeuge dagegen häufiger eingesetzt werden.

Wann ist mit mehr Kapazität zu rechnen?

Ab dem 7. September werden auf der Strecke zwischen Dresden und Görlitz bis zu drei Stadler GTW-Fahrzeuge eingesetzt. Dadurch können Fahrzeuge der trilex-Desiro-Flotte an anderen Stellen im Netz eingesetzt werden, was dort zusätzliche Kapazitäten ermöglicht.

Das konkrete Fahrplankonzept und die daraus resultierenden Kapazitätserweiterungen werden derzeit erarbeitet. Detaillierte Informationen folgen in Kürze.

Wie lange wird diese Situation noch andauern?

Die angespannte Situation bei der Fahrzeugverfügbarkeit ist maßgeblich auf laufende Hauptuntersuchungen (HU) zurückzuführen. Bis zum Jahresende müssen noch drei Fahrzeuge zu dieser gesetzlich vorgeschriebenen Prüfung, die jeweils mehrere Wochen in Anspruch nimmt.
Da zusätzlich einzelne Triebwagen ausfallen, ist auch weiterhin mit geringeren Kapazitäten zu rechnen. Eine schrittweise Entspannung wird möglich, sobald Fahrzeuge aus der HU sowie aus Reparaturen zurückkehren. Insgesamt bleibt die Situation jedoch bis zum Jahresende herausfordernd.

Warum dauert eine Hauptuntersuchung so lange?

Eine Hauptuntersuchung (HU) dauert rund 6 bis 9 Wochen. Während dieser Zeit wird der Triebwagen vollständig zerlegt, alle Komponenten werden geprüft, gewartet, instand gesetzt oder ersetzt, bevor das Fahrzeug wieder komplett aufgebaut und getestet wird. Dieser umfangreiche Prozess stellt die langfristige Sicherheit und Zuverlässigkeit der Flotte sicher und muss spätestens alle 8 Jahre durchgeführt werden. 

Warum besorgt man nicht einfach neue Fahrzeuge?

Der Markt für passende Fahrzeuge ist leergefegt. Es gibt weder verfügbare Fahrzeuge zur Miete noch geeignete Fahrzeuge zum Kauf.

Andere Fahrzeugtypen können nicht eingesetzt werden, da sie technisch nicht mit den vorhandenen Triebwagen kompatibel sind und sich aufgrund des komplexen Umlaufkonzepts nicht in den bestehenden Betrieb integrieren lassen. Wenn es hier eine einfache Lösung gäbe, wäre sie längst umgesetzt worden. Langfristig geplant ist, dass im kommenden Jahr die Flotte schrittweise um fünf weitere Fahrzeuge ergänzt wird. 

Was können Fahrgäste tun, wenn sie wegen Überfüllung nicht mitfahren können?

Die Sicherheit der Fahrgäste hat Vorrang. Türen, Einstiegsbereiche und Wege im Fahrzeug sollten möglichst freigehalten werden. Den Anweisungen des Zugpersonals ist zu folgen. Wenn eine weitere Mitnahme nicht verantwortbar ist, kann das Zugpersonal den Einstieg begrenzen.

Ist eine Mitfahrt nicht möglich, sollte die nächste geeignete Verbindung genutzt werden. Fahrgäste sollten sich die betroffene Fahrt sowie die entstandene Verspätung notieren. Ob Ansprüche nach den geltenden Fahrgastrechten bestehen, hängt vom konkreten Reiseverlauf und dem verwendeten Ticket ab.

Warum ist es in überfüllten Zügen so heiß und stickig?

 Die volle Besetzung in einem Zug kann dazu führen, dass die Wirkung der Klimaanlagen im Fahrgastraum an einzelnen Stellen weniger spürbar ist. Eingeschaltet ist die Klima- und Lüftungstechnik jedoch immer. 

Ist die Klima- und Lüftungstechnik bei einem Triebfahrzeug gestört, kann dieser nicht im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden und muss in die Werkstatt überführt werden.

Warum ist die Fahrradmitnahme in bestimmten Zeiten eingeschränkt?

Fahrräder benötigen zusätzliche Stellfläche. Wenn das Platzangebot begrenzt ist, kann die Fahrradmitnahme eingeschränkt werden, damit möglichst viele Fahrgäste befördert werden können und Bewegungsflächen frei bleiben.

Kann ich mein Fahrrad zu Stoßzeiten mitnehmen?

Nein. Montags bis freitags von 6–9 Uhr und 15–18 Uhr ist die Fahrradmitnahme aufgrund hoher Auslastung zwischen Dresden und Bischofswerda ausgeschlossen. Bitte nutzen Sie Alternativen wie Abstellmöglichkeiten vor Ort oder Leihräder (z. B. in Dresden).

Kann unsere Reisegruppe Fahrräder mitnehmen?

Nein. Aufgrund der hohen Auslastung ist die Fahrradmitnahme für Gruppen derzeit nicht möglich – insbesondere in den Sperrzeiten (Mo–Fr, 6–9 Uhr und 15–18 Uhr) zwischen Dresden und Bischofswerda. Bitte weichen Sie auf andere Zeiten aus oder nutzen Sie Leihräder vor Ort.

Darf ich ein Klapprad im trilex mitnehmen?

Ja. Zusammengeklappte Klappräder gelten als Gepäck und dürfen in der Regel kostenfrei mitgenommen werden. Bitte achten Sie darauf, das Rad platzsparend und sicher zu verstauen

Warum werden Fahrräder trotz einer angekündigten Einschränkung mitgenommen?

Die Entscheidung über die Mitnahme hängt von der konkreten Situation im Fahrzeug ab. Maßgeblich sind unter anderem die verfügbare Stellfläche und ein sicherer Fahrgastwechsel.

Habe ich trotz Fahrradkarte einen Anspruch auf die Mitnahme meines Fahrrads?

Nein, habe ich nicht. Die Mitnahme von Reisenden, Reisenden mit Kinderwagen oder Mobilitätshilfen hat immer Vorrang. 

Werden Kinderwagen, Rollstühle und Mobilitätshilfen weiterhin mitgenommen?

Fahrgäste mit Mobilitätshilfen und Kinderwagen sind besonders auf geeignete Stellflächen angewiesen. Bei sehr hoher Auslastung kann die Mitnahme jedoch erschwert sein. Für eine möglichst verlässliche Reise sollten vorhandene Anmelde- und Unterstützungsangebote genutzt werden, z.Bsp. über die Mobilitätszentrale. 

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