Unser Auftrag und unsere Auftraggeber
Die S-Bahn Mitteldeutschland bringt künftig täglich tausende Fahrgäste sicher und komfortabel durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – von Halle (Saale) über Leipzig bis nach Zwickau und Plauen. Aber wieso fährt sie da überhaupt? Wir geben einen Einblick in die Aufgabenverteilung im Schienennetz.
Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) plant, organisiert und finanziert den regionalen Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Als einer von fünf Aufgabenträgern im Freistaat Sachsen ist er für die Stadt und den Landkreis Leipzig sowie den Landkreis Nordsachsen zuständig. Auf diesem Gebiet sorgt der ZVNL dafür, dass den Bewohnern und Gästen des Großraums Leipzig ein attraktives und zuverlässiges Angebot an Regionalverbindungen bereitgestellt wird.
Die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA GmbH) plant, bestellt und bezahlt im Landesauftrag den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Sachsen-Anhalt. Mein Takt ist die Mobilitätsmarke des Landes. Sie kümmert sich um Regionalzüge, S-Bahnen, PlusBus-Linien, Bahnhöfe und die INSA-Auskunft.
Das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs bildet vor allem der Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Hierfür ist das Land Thüringen als Aufgabenträger für die Bestellung der Verkehrsleistung im Freistaat verantwortlich. Ein über 1.500 km langes Schienennetz wird in enger Abstimmung mit den Eisenbahninfrastrukturunternehmen vorgehalten.
Der Verkehrsverbund Mittelsachsen sorgt für einen einheitlichen Tarif im Nahverkehr für rund 1,2 Mio. Menschen. Das Gebiet des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS) umfasst die Städte Chemnitz und Zwickau, den Erzgebirgskreis sowie die Landkreise Mittelsachsen und Zwickau. Der Verkehrsverbund fördert den öffentlichen Nahverkehr und baut das deutschlandweit bekannte Chemnitzer Modell aus. Damit leistet er mit seinen Partnerunternehmen einen wesentlichen Beitrag zur Mobilitätswende und zum Übergang hin zu umweltfreundlichem Verkehr.
Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) ist ein länderübergreifender Verkehrsverbund im Raum Leipzig‑Halle, in dem Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen gemeinsam organisiert sind. Er koordiniert den öffentlichen Nahverkehr und sorgt dafür, dass Bus, Bahn, S‑Bahn und Straßenbahn als vernetztes Gesamtsystem funktionieren. Zu seinen zentralen Aufgaben gehören ein einheitliches Tarifsystem, abgestimmte Fahrpläne sowie die organisatorische und konzeptionelle Planung des Angebots. Ziel ist es, Mobilität in Mitteldeutschland einfacher, effizienter und für Fahrgäste durchgängig nutzbar zu machen.
Wer sind die Auftraggeber der S-Bahn Mitteldeutschland?
Die S-Bahn Mitteldeutschland fährt im Auftrag des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig, für den Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt, für das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, den Verkehrsverbund Mittelsachsen, den Verkehrsverbund Vogtland sowie den Mitteldeutschen Verkehrsverbund, um eine nahtlose Mobilität in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu bieten.
Wer ist für die S-Bahn Mitteldeutschland verantwortlich?
Die S-Bahn Mitteldeutschland ist Teil der Die Länderbahn GmbH DLB. Unsere Auftraggeber sind nicht für den täglichen Betrieb des S-Bahn Mitteldeutschland zuständig.
Wer legt fest, wann und wie oft die Züge fahren und wie viele Sitzplätze verfügbar sind?
Die Auftraggeber sind dafür verantwortlich, den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu planen, zu organisieren und zu finanzieren. Da es sich um öffentliche Verkehrsdienstleistungen handelt, werden diese Leistungen ausgeschrieben, und das wirtschaftlichste Angebot erhält den Zuschlag. Diese Ausschreibungen erfolgen in der Regel drei bis fünf Jahre im Voraus, da die Beschaffung der Fahrzeuge entsprechende Zeit benötigt. In den Ausschreibungen sind detaillierte Mindestanforderungen festgelegt, wie z. B. die Anzahl der Züge, die gefahren werden sollen, die Anzahl der Sitzplätze pro Zugleistung, bestimmte Komfortmerkmale der Züge und vieles mehr. Die Länderbahn GmbH DLB setzt diese Anforderungen der Auftraggeber konsequent um, einschließlich des Fahrplans und der Anzahl der angebotenen Sitzplätze.