Japanischer Garten in Wrocław

1994 beschloss die Stadtverwaltung von Wrocław, den Japanischen Garten zu revitalisieren. Um Unterstützung wandte man sich an die japanische Botschaft in Warszawa. Die Bitte stieß auf ein großes Interesse seitens des japanischen Botschafters, Herrn Nagao Hyodo. Auf diese Weise entstand ein in diesem Teil der Welt einmaliges lebendiges Fragment der Kultur des Landes der Kirschblüte.

Der polenweit größte japanische Garten gehört zu den wenigen Spuren der Weltausstellung von 1913. Er wurde zwar nur für die Dauer der Ausstellung von dem damals sehr bekannten Japanologen, Grafen Fritz von Hochberg unter Mitwirkung des japanischen Gärtners Mankichi Arai eingerichtet, erfreute sich doch einer großen Beliebtheit, was auch in den Erinnerungen zum Vorschein kommt. Gemeinsam war auch der Ort, in der heutigen Straße ul. Mickiewicza im Park Szczytnicki, in der Nähe der Jahrhunderthalle.

Das prachtvoll verzierte Tor und die breite Allee führen die Besucher in den mittleren Teil und zugleich zu der größten Attraktion des Gartens - zu der schönen, mit verziertem Dach geschmückten Brücke, die die beiden Ufer des Teichs verbindet. Der Garten knüpft an die historischen Pläne aus dem Jahr 1913 an, doch diesmal kann von einem Provisorium keine Rede sein. Er enthält viele völlig neue Elemente, die seinen Charakter noch stärker an die Regeln der japanischen Gartenkunst anpassen.

Die alte Kaskade wurde in die sog. „männliche” Kaskade umgestaltet, deren Wasser sehr schnell herunterfließt. Es wurde außerdem eine zweite Kaskade, die „weibliche” errichtet, mit langsam fließendem Wasser und mit zwei Mittelstufen ausgestattet. Das Wasser aus beiden Kaskaden fließt in einen Teich mit detailreich gestalteter Uferlinie. Zusätzlich wurden im Garten u.a. eine neue Insel, steinerne Laternen und Wege eingerichtet, über die man nah an das Ufer kommen kann, um die Aussicht direkt vom Ufer aus zu bewundern.

Der südliche Teil der Anlage orientiert sich an japanischen Hausgärten, verfügt über einen Sukija-Pavillon, der für Teezeremonien dient, kunstvoll gestützte Hecken und ein Fragment eines Stein- und Rasengartens. Vervollständigt wird das Ganze durch sorgsfältig ausgesuchte Pflanzen, die entsprechend den Lehren der japanischen Gärtner gepflegt werden.

Fot. Janusz Krzeszowski

Adresse:

Adama Mickiewicza 1,
51-618 Wrocław

Öffnungszeiten:

Wir sind von 09:00 bis 19:00 geöffnet.

https://ogrod-japonski.wroclaw.pl/


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