Zwickauer Modell - Verknüpfung zwischen Straßenbahn & Eisenbahn

Als Zwickauer Modell wird das Pilotprojekt zur Verknüpfung zwischen Straßenbahn und Eisenbahn bezeichnet, bei dem nach Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) zugelassene und nur geringfügig an die Besonderheiten der Straßenbahn angepasste Eisenbahnfahrzeuge auf Straßenbahngleise übergehen können.

Die einzige Strecke ist bislang eine Verbindung in der namensgebenden sächsischen Stadt Zwickau, wo Fahrzeuge der vogtlandbahn auf einem Dreischienengleis der Straßenbahn Zwickau (SVZ) verkehren.

Die Strecke vom Zwickauer Hauptbahnhof ins Zwickauer Zentrum wurde am 28. Mai 1999 eröffnet. Zwischen Zwickau Hauptbahnhof und Zwickau Stadthalle wird die Trasse der stillgelegten "Reinsdorfer Industriebahn" genutzt, der restliche Abschnitt bis in die Innenstadt wurde komplett neu gebaut, sodass die normalspurige vogtlandbahn gemeinsam mit der meterspurigen Zwickauer Straßenbahn zwischen Zwickau Stadthalle und Zwickau Zentrum ein Dreischienengleis befahren kann.

Auf dem Abschnitt von Zwickau (Sachs) Hbf bis zur Haltestelle Zwickau Zentrum verkehren Regio-Sprinter und Regio-Shuttle, die speziell nach den Vorgaben der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung umgerüstet wurden. So wurden sie beispielsweise mit Fahrtrichtungsanzeigern, Klingeln und Transpondern für die Weichenbedienung ausgestattet.